Im Jahr 1976 stellte sich der Filmemacher und Autor Harun Farocki (1944–2014) eine „Einrichtung“ vor, mit der „wir auch einen Zusammenschluss von Arbeitenden organisieren [können], nicht einen aus abstrakter Einsicht, sondern aus den Berührungspunkten der Arbeit.“ Das Harun Farocki Institut (HaFI) greift diese Idee auf. Seit seiner Gründung 2015 arbeitet das HaFI sowohl an einer Plattform zur Erforschung von Farockis visueller und diskursiver Praxis als auch an einer flexiblen Struktur für neue Projekte, die vergangene, gegenwärtige und zukünftige Bildkulturen kritisch befragen.

Im November 2015 ist ein Teil von Harun Farockis Nachlass in einen separaten Bereich der neuen Archiv-Räume des „Arsenal – Institut für Film und Videokunst“ im silent green Kulturquartier umgezogen. Bei den Beständen handelt es sich um Film- und Videomaterial, das weder kategorisiert noch katalogisiert ist, sowie diverse andere Materialien zu einzelnen Projekten Farockis. Zu den Zielen des HaFI gehört die Sicherung und Erschließung der umfangreichen Bestände, um die wissenschaftliche, künstlerische, pädagogische oder kuratorische Arbeit damit zu ermöglichen.

Ein Tag im Archiv ist eine kurze Foto-Dokumentation von Eindrücken aus den im Archiv des Arsenal gelagerten Beständen.

Das Residency Blog begleitet den Aufenthalt des ersten Stipendiaten des Harun Farocki Instituts, Kevin B. Lee (Dez. 2016 bis März 2017).

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Graffiti an der Brandmauer in der Lietzenburger Straße / Ecke Welserstraße in West-Berlin, von Harun Farocki als Ankündigung von 'Etwas wird sichtbar'. Foto: Harun Farocki, 1982