Januar 2018: notizen aus numero deux

Die hier abgebildete Din A4-Seite mit Notizen zu Godards Film NUMÉRO DEUX ist Teil eines Konvoluts von Papieren zu ETWAS WIRD SICHTBAR. Allerdings finden sich punktuell auch Aufzeichnungen zum Projekt, aus dem später der Film BETROGEN wurde.

Von der Rückseite des Blatts scheint das Logo der Hamburger Produktionsgesellschaft „Polyphon“ durch, vielleicht ein Hinweis auf die „Synchronisation einer Filmreihe über sieben Künstler für das ZDF, Produktion Polyphon, Hamburg (1979)“, die Farocki 1981 in seiner Filmographie im Band „Nüchtern in die 80er Jahre. Berichte zur Lage des Filmnachwuchses von Absolventen der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin“ auflistet.

„die bildanordnung kommt vom viedeoschnitt her, da gibt es zwei monitore, man vergleicht immer zwei laufende vorgänge und sucht die stelle, an der der eine vorgang in den anderen übergehen könnte.“ – Das ist schon nah dran an den Überlegungen zur „sanften Montage“ (später: „weichen Montage“), wie Farocki sie 1998 im Kapitel zu NUMÉRO DEUX in „Von Godard sprechen“ gemeinsam mit Kaja Silverman beschreibt und in seinen eigenen Installationen seit SCHNITTSTELLE in der Praxis entwickelt.

„Von Godard sprechen“ ist gerade als Band 2 der „Schriften“ in einer Neuausgabe erschienen.

22.01.2018, Archiv / Schaufenster
Schnittstelle

Die Filmkritik Register der Jahrgänge 1957–1974 und 1975–1984 als HaFI 007 sind jetzt hier und hier als PDF verfügbar.

04.07.2018, Elsa

Ulrich Kriest über Farockis ZEHN, ZWANZIG, DREISSIG, VIERZIG: hier.

06.02.2018, Volker
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