HaFI 005: Harun Farocki: Etwas wird sichtbar

Harun Farockis spielfilmlanger Film ETWAS WIRD SICHTBAR von 1982 ist der hybride Versuch, mit dem in den späten 1970er/frühen 1980er Jahren spürbar schwindenden Gedächtnis der westdeutschen Linken umzugehen. Der Film verbindet Überlegungen zur bildgeleiteten Teilnahme am Krieg in Vietnam aus der geografischen Distanz mit Spekulationen über Vietnam als einem Forschungslabor für neue Methoden kapitalistischer Produktionsweise, während er gleichermaßen kontinuierlich über das Verhältnis von Liebe und Arbeit reflektiert.

Die Publikation versammelt ausgewählte Materialien, die 1982 entstanden sind, um den Film zu bewerben und ihn zudem diskursiv zugänglich zu machen. Sie enthält das Faksimile einer Werbebroschüre, die nicht nur Fotos oder Besetzungsliste, sondern auch Lektürehinweise und ein Interview (das Farocki mit sich selbst geführt hat) bereitstellte, sowie eine Reihe von bislang kaum bekannten Fotos vom Dreh und einer performativen Werbeaktion, die Farocki während der Berlinale 1982 gemeinsam mit dem Schauspieler Ronny Tanner zur Aufführung brachte (und die in einem kurzen Film, der 2016 im Archiv des Harun Farocki Instituts aufgetaucht ist, dokumentiert wurde). Das Heft wird eingeleitet durch einen Kommentar des Harun Farocki Instituts.

Für 9 Euro bei Motto Books und während der Harun Farocki Retrospektive in Berlin (15.9.-30.11.2017) an der Arsenal-Kasse erhältlich.

08.09.2017, Projekte / Publikation
Schnittstelle

„Ein Bild wie von ERRO“. Eine Seite aus dem Drehbuch „Die Befreiung“ hier.

03.09.2017, Volker

„Selbstverständlich setze ich meine Arbeit unbezahlt ein.“ (HaF über „Zwischen zwei Kriegen“) Mehr hier.

01.07.2017, Volker
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